Mundwinkel heilen – Was Baumrinde und Mundwinkel gemeinsam haben

Du betrachtest gerade Mundwinkel heilen – Was Baumrinde und Mundwinkel gemeinsam haben

 

Mundwinkel Milieu – Was eine rissige Baumrinde mit rissigen Mundwinkeln gemeinsam hat

Das Mundwinkel Milieu entscheidet darüber, ob Gewebe heilt oder nicht. Ein Blick in die Natur macht das deutlich.

Ein gesunder Baum reißt nicht so schnell. Seine Rinde ist elastisch. Sie dehnt sich mit dem Stamm, wenn er wächst. Sie schließt kleine Verletzungen, wenn Insekten sich einbohren oder Wind Äste abbricht. Sie hat außerdem eine Schutzschicht aus Harzen, Tanninen und lebenden Zellen.

Wenn Unterversorgung sichtbar wird

Wenn ein Baum jedoch unter Stress steht, zu wenig Wasser, zu wenig Nährstoffe im Boden, ein Mikrobiom in der Rhizosphäre, das nicht mehr funktioniert —> verändert sich die Rinde. Sie wird trocken. Spröde. Sie reißt an Stellen, die früher flexibel waren.

Der Baum ist dabei nicht krank. Er ist unterversorgt. Das Milieu, in dem er lebt, trägt ihn nicht mehr.

Mundwinkel Milieu —> dieselbe Logik im menschlichen Gewebe

Dieselbe Körperlogik gilt deshalb auch für die Mundwinkel. Sie bestehen aus einer Schleimhaut, die ständig zwischen innen und außen vermittelt. Sie brauchen Elastizität, Feuchtigkeit von innen und vor allem ein intaktes Mundwinkel Milieu aus Speichelfilm und gesundem Mikrobiom.

Wenn der Speichel arm an Proteinen und Mineralien ist, verliert das Gewebe seine Pufferfähigkeit. Und wie beim Baum hilft es dann wenig, die Oberfläche von außen zu versiegeln, solange der Boden darunter nicht stimmt.

Die Natur repariert von innen nach außen —> immer

Ein Baum, der gut versorgt ist, schließt seine Wunden. Ein Körper, der gut versorgt ist, tut dasselbe. Sobald das Milieu stimmt, können die Mundwinkel heilen, nicht trotz des Körpers, sondern durch ihn.

Das ist kein Geheimnis. Das ist das älteste Naturgesetz, das es gibt.


Hintergrundwissen dazu findest du in der LOR Akademie. Die passende Umsetzung für deinen Alltag findest du im Bereich Touch to Go.

Weiter lesen: Praxisbeispiel — Die Risse, die nie ganz verschwanden | Körperlogik — Warum Salbe allein nicht reicht | Moderne Medizin — Was die Forschung zeigt

Zum wissenschaftlichen Hintergrund: Angular Cheilitis – Übersicht auf PubMed

Autorin: Janine Bertram M.Sc., M.Sc. Zahnärztin | Gründerin von LOR Biomimetische Mundbiologie, Regulation & Prävention